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Roma-Hilfsprojekt: Jubiläumsfeier in Kaposfö/Ungern

Die Vinzenzbrüder St. Marien Eickel haben im Mai 2019 das Jubiläum des Hilfsprojektes in Ungarn gefeiert. Seit mehr als 10 Jahren unterstützt die Vinzenzkonferenz nun schon Pfarrer Laszlo Somos und seine Helferinnen und Helfer in dem Bemühen, den dort in völliger Armut lebenden Roma zu besseren Lebensbedingungen und einer Zukunftsperspektive zu verhelfen. Das gilt insbesondere für die Kinder, die inzwischen dank regelmässigem Schulbesuch und Verbesserungen im Umfeld (Wohnen, Sauberkeit, Hygiene) deutlich bessere Chancen besitzen.

Die Vinzenzbrüder bringen nicht nur regelmässig Hilfsgüter - insbesondere Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel - sondern haben auch den Bau einer Armenküche finanziert, die ein wichtiger Baustein für eine regelmäßige, gesunde Ernährung der Kinder und Siedlungsbewohner ist. Beim letzten Hilfstransport im Mai wurden auch eine große Anzahl von Tischen, Stühlen und Schränken aus dem Kindergarten der St. Josefs-Gemeinde in Wanne-Süd mitgebracht, was die Sozialerbeiterinnen in Ungarn für die Betreuung der vielen Kleinkinder sehr gut gebrauchen können. Was hier nicht mehr gebraucht wird wurde dort dringend benötigt und mit Freude entgegengenommen.

 

 

Aus Anlass des Jubiläums gab es eine große Feier in Kaposfö und der Roma-Siedlung Baglas Puszta. In der ungarischen Pfarrkirche fand ein Festgottesdienst statt, bei dem auch Pastor Pepping aus Wanne und Diakon Schulte-Pelkum mit zelebrierten.

 

 

Ausserdem war der befreundete Pfarrer Josef Lanko aus Alsoszentmarton im Süden Ungarns dabei sowie vom Caritas Verein St. Martin aus Witten Christof und Carola Ludwig, die schon seit mehr als 25 Jahren ein Hilfsprojekt in Alsoszentmarton betreuen und mit denen die Vinzenzbrüder aus Eickel befreundet und verbunden sind.

Der Fest-Gottesdienst wurde von den Roma mitgestaltet. Es sang nicht nur einZigeunerchor sondern es wurden auch 7 Roma - Kinder und Erwachsene- getauft. Die Vinzenzbrüder hörten bewegende Dankes-Reden vom Pfarrer sowie 2 Vertretern der Zigeuner. Diese betonten nicht nur ihre Dankbarkeit für die materielle Hilfe sondern stellten heraus, wie wichtig der persönliche Kontakt und die vorbehaltslose Offenheit und Freundlichkeit der Vinzenzbrüder gewesen sei und ist: 

 

"Und nicht wegen dem, was Ihr uns gebracht oder gegeben habt, sondern weil Ihr nach unseren Tanz beklatscht habt, unsere Kinder gestreichelt habt, das Essen, das wir gekocht haben, gegessen habt, weil Ihr mehrmals mit uns getanzt habt... Dies sind sehr wichtige Gesten für unsere Leute! Akzeptierung ist die Grundlage jeder menschlichen Beziehung und Ihr habt uns akzeptiert. So hat das Vertrauen langsam aber sicher geboren!"

Bei Musik und Tanz und gemeinsamem Essen in der Zigeuner-Siedlung Baglas klang ein schöner Tag aus, den die Vinzenzbrüder nicht vergessen werden. Lohn für viele Anstrengungen!

Zum Abschied übergaben die Vinzenzbrüder noch ein "Jubiläumsgeld", das dem Pfarrer und seinen Helfern bei der Bewältigung der vielen Probleme und Aufgaben helfen wird.

In diesem Zusamenhang bedankt sich die Vinzenzkonferenz bei allen Mitgliedern des "Förderkreises" für das Hilfsprojekt in Ungarn, die durch regelmäßige Spenden für einen dauerhaften Fortbestand des Projektes sorgen. Neue Mitglieder sind hier herzlich willkommen!

(s. homepage Vinzenz-Konferenz St. Marien Eickel)