Eindrücke von Erzieherinnen

Eindrücke von Erzieherinnen

Wir, zwei Erzieherinnen, arbeiten seit 1992 in der Katholischen Kindertagesstätte St. Laurentius. Vom ersten Tag an fühlten wir uns vom Team der Einrichtung angenommen, was uns die Arbeit im ganzen Hause erleichterte.

Die Tätigkeit in unserer KiTa erfordert sehr viel Flexibilität, da wir nicht nur im Kindergartenbereich, sondern auch im Tagesstättenbereich und bei den Schulkindern tätig sind. Diese Situation ist abwechslungsreich und daher macht die Arbeit auch viel Spaß.

Eigene Ideen und Vorschläge einzubringen ist in unserem Team selbstverständlich. Jede macht sich abwechselnd auf einem Gebiet stark und übernimmt die Organisation. Das setzt Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen voraus. Auf Grund dessen entsteht das Gefühl einer gemeinsam getragenen Arbeit.

Das Team unserer KiTa ist sehr beständig und arbeitet im Kern schon viele Jahre miteinander. Dadurch ist eine Verbundenheit entstanden, die Vertrauen zueinander geschaffen hat. Es ist gut zu wissen, dass wir uns auf einander verlassen können. Dadurch ist es auch möglich, mit Kritik umzugehen und sie auch zu üben.

In unserem Hause arbeiten die Eltern sehr aktiv mit. Dadurch entstehen intensive Kontakte, die sich oft über viele Jahre erstrecken. Die Kinder verbleiben teilweise bis zu zehn Jahren und auch mehr in unserer Einrichtung. Darum entwickeln sich auch zu ihnen besondere Beziehungen.

Auf Grund dieser Situation haben wir eine besondere Verantwortung, die es notwendig macht, über unsere Arbeit nachzudenken und zu reflektieren. Das Team beschloss, das Profil unserer Einrichtung zu schreiben.

Die Niederschrift unserer pädagogischen Konzeption soll unsere Arbeit der interessierten Öffentlichkeit transparent machen. Das Ziel stand uns klar vor Augen. Wir suchten nach einem geeigneten Weg, der es uns ermöglichte, dass das gesamte Team an der Arbeit beteiligt würde.

Unterstützung erhielten wir durch den Diplompädagogen Herrn Dr. Reinhard Pirschel, Varel. Bei mehreren Arbeitstreffen haben wir den Ist-Zustand überdacht und uns gefragt, wie weit dieses Konzept für uns in diesem Jahrtausend zukunftsträchtig und -weisend sein kann. Wichtig waren für uns vor allem die Fragen:
  • Wie geht es unseren Kindern?
  • Entspricht unser pädagogisches Angebot auch heute noch den Bedürfnissen unserer Kinder?
  • Ist unsere Arbeit auf die Entwicklung unserer Kinder gerichtet?
  • Wie können wir noch besser ihre Entwicklung fördern?
  • Ein Haus nur für Kinder?

Wir legten gemeinsam fest, welche Themen in unserer Konzeption auf keinen Fall fehlen durften. So bildeten sich zu jedem Punkt Arbeitsgruppen. Im folgenden Jahr arbeiteten wir schrittweise die Schwerpunkten der Konzeption heraus. Es entstanden zunächst Ergebnisprotokolle, die von allen Mitarbeiterinnen diskutiert und korrigiert wurden.

Das Ergebnis dieser geschriebenen Konzeption verbindet und verpflichtet uns; wir sind ein Teil davon. Wir sind stolz darauf, als Teil des Teams unseren Anteil an der Erstellung getragen zu haben. Wir sind der Überzeugung, dass unser Erziehungskonzept mit den entsprechenden Angeboten allen jetzigen Anforderungen gerecht wird. Wir wissen aber auch, dass eine ständige Weiterentwicklung und Fortschreibung notwendig sein wird.

Für unsere Arbeit bedeutet das Konzept Erleichterung und Rückhalt. Neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gibt es Einblicke in ihre zukünftige Arbeit.

Zwei Erzieherinnen