Einrücke einer Mutter

Eindrücke einer Mutter

Die KiTa St. Laurentius ist keine Einrichtung, in der Eltern morgens ihre Kinder abgeben, sie mittags abholen - und sich ansonsten um nichts zu scheren haben. In der KiTa St. Laurentius sind die Eltern gefordert. Und zwar nicht nur als Teilnehmer der üblichen bunten Nachmittage in der Gruppe ihrer Kinder.

Natürlich gibt es auch in St. Laurentius regelmäßig Bastelstunden (wunderschöne Drachen, Adventskalender und Osterschmuck sind dort z.B. entstanden), natürlich gibt es auch hier Weihnachts- und Entlassfeiern. Doch Eltern sind hier über solche bloßen Teilnahme-Veranstaltungen hinaus eingebunden. Sie werden aufgefordert, sich an der Vorbereitung von (Pfarr-)Festen, Gottesdiensten und Ausflügen zu beteiligen. Sogar Themen für Informationsabende können sie in eigener Regie bestimmen. Darüber hinaus gilt es oft, praktische Hilfe zu leisten. Da müssen zusammengebrochene Regale repariert, ein Kuchenbuffet zusammengestellt oder die Tiere der Einrichtung als Feriengäste einquartiert werden.

Elternarbeit im Elternrat ist hier mehr als ein Pro-forma-Treffen. Vorschläge und Kritik von Elternseite werden sehr ernst genommen. Das bedeutet, Eltern müssen sich in dieser KiTa vielleicht mehr als anderswo engagieren, sie müssen Ideen und auch Zeit in diese Einrichtung einbringen. Das ist gelegentlich anstrengend, aber es lohnt sich. Denn zum einen erlaubt die aktive Mitarbeit auch den Blick hinter die Kulissen. Gerade frischgebackene Kindergarteneltern sind oftmals unsicher, ob sie ihren Dreijährigen, ihre Dreijährige tatsächlich in gute Hände gegeben haben. Sie dürfen sich persönlich davon überzeugen.

Zum anderen macht es Kinder stolz, wenn sie sehen, dass auch Vater und Mutter (bzw. Oma und Opa oder die großen Geschwister) im Kindergarten und Hort mitarbeiten. Sie erfahren, hier gibt man mich nicht nur ab, um ein paar Stunden Ruhe zu haben, sondern hier bin ich, weil ich hier Spaß habe und etwas lernen kann. Auch meine Eltern kommen gern her.

Für die Eltern ist es zudem stets sehr interessant, ihre Kinder einmal im Umgang mit anderen Kindern aus der Gruppe und ihren Erzieherinnen zu beobachten. Vielleicht verhalten sie sich hier ganz anders als daheim. (Für die Erzieherinnen gilt dies sicher auch für den Umgang der Eltern mit ihrem Nachwuchs.)

Das Engagement in der KiTa fällt Eltern leicht, weil sie schnell merken, dass auch die Erzieherinnen hier keinen Dienst nach Vorschrift schieben. Sie sind wirklich interessiert an Kind und Familie, begeistert bei der Arbeit.

Die gemeinsamen Veranstaltungen bieten darüber hinaus Gelegenheit für informelle Gesprache zwischen Eltern und Erzieherinnen. Haben Eltern ernsthafte Probleme, etwa im Hinblick auf Sprach- oder Verhaltensstörungen ihres Kindes oder was die frühzeitige bzw. spätere Einschulung von Sohn oder Tochter angeht: In der KiTa St. Laurentius finden sie jemanden, der ihnen erstes zuhört und zweitens Hilfe, wenn nicht selbst anbieten so doch zumindest vermitteln kann.

Überaus entgegenkommend werden zudem die kleineren Alltagsprobleme gelöst. Wenn einmal eine Mutter - wegen eines wichtigen Termins - ihr Kind nicht pünktlich um 12.30 Uhr vom Kindergarten abholen kann, bleibt es eben bis 16.15 Uhr - und kriegt Mittagessen noch gleich dazu.

Weil sie merken, dass das geforderte Engagement der gesamten Familie gut tut, machen die Eltern gern mit. Veranstaltungen am Nachmittag und Abend sind zumeist gut besucht. Das Wochenende in Sondern ist für viele Höhepunkt des Kindergartenjahres. Auch nachdem ihre Kinder den Kindergarten/Hort verlassen haben, halten viele Eltern noch den Kontakt zur Einrichtung, besuchen oft noch jahrelang die Veranstaltungen. Einige Kinder im Haus haben Eltern, die hier selbst einmal Kindergartenkind waren - einen besseren Beweis für die Zufriedenheit der Eltern mit der KiTa St. Laurentius wird man kaum finden.

Wir Eltern sind daher zuversichtlich, dass die KiTa St. Laurentius die Anforderungen der kommenden Jahre meistern wird. Eine solche Einrichtung, die nicht starr, sondern beweglich ist, die Veränderungen nicht als Ärgernis, sondern als Herausforderung sieht, hat Zukunft.

Unsere guten Wünsche begleiten sie!

Eine Mutter