Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien

Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien

Den Erfordernissen, die sich aus dem Wandel zu neuen Formen der Lebensführung und aus der Vielfalt der Familienformen ergeben, wollen wir Rechnung tragen, indem wir die Familien partnerschaftlich ergänzen und unterstützen durch:

Öffnung in Hinblick auf Öffnungszeiten und Betreuungsformen:
In besonderen Familiensituationen werden Kinder auch von einer Betreuungsform in die andere genommen, wenn es darum geht, Familien zu entlasten.

Öffnung in Hinblick auf Altersgruppen:
Gerade für Frauen, die sich bewußt für ein Kind entschieden haben, kann sich die Notwendigkeit ergeben, ihr Kind schon früher als mit drei Jahren außerhalb der Familie betreuen zu lassen.

Öffnung für Geschwister, Großeltern, Freunde und andere Bezugspersonen der Kinder:
Zu Aktivitäten, Festen und Feiern sind Geschwisterkinder immer eingeladen. Wichtig ist es für uns, Kontakte zu vielen Bezugspersonen der Kinder zu haben, um das Kind in seiner sozialen Situation besser verstehen zu können. Auch darum sind Großeltern und Freunde herzlich eingeladen.

Öffnung für intensive Formen verantwortlicher Elternbeteiligung:
Über die Elternvollversammlung wird der Elternrat gewählt. Die Sitzungen des Elternrates finden ca. alle sechs Wochen in der Einrichtung statt. Eingeladen ist regelmäßig die Leitung der Einrichtung. Gemeinsam wird die pädagogische Arbeit reflektiert, zukünftige Projekte und Aktivitäten werden geplant und auch durchgeführt. Die Vorschläge, Wünsche und Interessen der Eltern werden nach Möglichkeit in das Programm mit aufgenommen.

Im Rat der Tageseinrichtung entscheiden die Elternratsmitglieder, die Trägervertreter und die Teammitglieder gemeinsam über die entsprechenden Belange der Einrichtung (siehe GTK).

Öffnung für Begegnung und Kommunikation mit Eltern und Familien:
Während der ganzen Zeit, in der die Familien über das Kind Kontakt zur Einrichtung haben, entwickeln sich die Beziehungen zwischen Eltern und Erzieherinnen immer intensiver. Vielfach haben sie noch Bestand über die Zeit hinaus, in der die Kinder die Einrichtung besuchen.

In der Regel findet der erste Kontakt zwischen den Eltern und der Einrichtung bei der Anmeldung des Kindes statt. Auf Wusch erhalten die Eltern bei dieser Gelegenheit Informationen über die Arbeit im Haus. Bei den Aufnahme- und Informationsgesprächen sprechen wir mit den Eltern über die Konzeption des Hauses, über gegenseitige Erwartungen und die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern. Während der Kennenlern- und Eingewöhnungszeit ihrer Kinder lernen sie dann die Erzieherinnen, die Räumlichkeiten und die anderen Kinder kennen. Nach und nach entwickeln sich Kontakte auch unter den Eltern. Manche nutzen die Möglichkeit der Kontaktecke im Eingangsbereich der KiTa zur Begegnung und zum Austausch. Auf Festen und Feiern sind vielfältige Möglichkeiten zum informellen Zusammensein gegeben.

In Arbeitsgemeinschaften, an denen Eltern mit ihren Kindern teilnehmen, haben sie gemeinsam Spaß, erhalten Anregungen für Gestaltung und Spiel mit ihrem Kind.

Wir freuen uns immer, wenn Eltern bereit sind, ehrenamtlich anfallende Aufgaben in unserem Haus zu übernehmen oder in gemeinsamen Aktionen mit uns zu arbeíten (Umgestaltung des Spielplatzes, Gartenpflege, kleine Reparaturarbeiten usw.).Sie übernehmen auch selbständig Vorbereitungen für Aktionen mit der ganzen Familie (Second-Hand-Börse).

Eltern sind immer herzlich eingeladen, an unseren Exkursionen teilzunehmen. Sie sind uns gerade in diesen Situationen eine willkommene Hilfe bei der Beaufsichtigung der Kinder.

Öffnung für Information und Beratung, Hilfe bei Alltagssorgen und persönlichen Fragen:
Über Elternbriefe, Plakate und Terminplan sind die Eltern über alle Aktivitäten informiert. Bilderwände, Ausstellungen und Hospitationsmöglichkeiten machen den Eltern unsere Arbeit transparent. Informationsveranstaltungen zu besonderen Themen wie Brandschutzerziehung bei Kindern, „Mein Kind kommt in die Schule“, Verkehrserziehung u.a. finden in unserem Haus statt.

Um den Eltern Anregungen für den Kauf von sinnvollem Spiel- und Beschäftigungsmaterial zu geben, organisieren wir regelmäßig Buch- und Spieleausstellungen. Im Eingangsbereich der KiTa finden die Eltern ein Regal mit Informationsblättern, Fachzeitschriften und Veranstaltungskalendern aus Kirche und Caritas, aber auch aus dem kommunalen Bereich und sonstigen Verbände.
In unserem Haus sind wir bemüht, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern wachsen zu lassen. Jederzeit können Eltern sich an die pädagogischen Fachkräfte wenden, oder die Erzieherin sucht die Kommunikation mit den Eltern der ihr anvertrauten Kinder. Sie nimmt Anteil an der häuslichen Situation der Familie und in schwierigen Zeiten ist sie auch deren Ansprechpartnerin. Sie versucht, die Eltern bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten zu unterstützen. Dabei kann sie auch Kontakte zu anderen Beratungsstellen vermitteln.

Öffnen für Kirche und Gemeinde:
In der Zusammenarbeit mit unserer Einrichtung besteht für Eltern eine Chance, erneute Glaubenserfahrungen zu machen, besonders dann, wenn sie in religiösen Fragen unsicher sind. So können sie auch aus einer Distanz heraus wier Kontakt zur Kirche suchen.

Unsere KiTa will ein starkes Stück Kirche sein. Mit Ideen und Erfahrungen will sie die Entwicklung eines lebendigen Gemeindelebens unterstützen und benötigt dabei die Mitarbeit der Eltern. So ist kein Kinderfest anlässlich des Pfarrfestes ohne die Initiative der Elternschaft denkbar. Über die KiTa können Eltern Kontakt zu anderen Gemeindegruppierungen finden. Bei Begegnungen über Generationen hinweg findet sich ein Weg zu einem verantwortlichen Miteinander.