Gesundheit Ernährung und Umwelt

Gesundheit, Ernährung und Umwelt

Wir wollen die Kinder über das tägliche eigene Tun zur Verantwortung für ihre Gesundheit führen. Denn sie ist die Grundlage für eine gesundheitsgerechte Lebensgestaltung.

Die Gesundheitserziehung stellt sich folgende Ziele: Wissen vermitteln, zum gesundheitsfördernden Handeln befähigen und eine positive Einstellung zur Gesundheit entwickeln. Auch Kinder im Vorschulalter sind in der Lage den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen, und richtig und verantwortlich mit ihm umzugehen. Über Nachahmung und Identifikation erwerben sie Fertigkeiten und Fähigkeiten, die der Gesundheit dienen.

Ausgangsthema ist für uns: Das Kind lernt seinen Körper kennen und lernt auch, ihn zu schützen. Regelmäßig führen wir Projekte durch, in denen Körperpflege für Kinder erlebbar gemacht wird. Dazu gehört die praktische Anleitung zur regelmäßigen, richtigen Zahnpflege genauso, wie erstes Wissen über gesundes Frühstück. Exkursionen ins Krankenhaus vertiefen diesen Themenbereich.

Frühstück

In ihrer Stammgruppe haben die Kinder Gelegenheit zu frühstücken. Dabei sollen sie selbst entscheiden, ob sie sofort essen, wenn sie kommen, oder später, wenn sie hungrig oder durstig geworden sind. Die Erzieherinnen erinnern während des Freispiels an das Frühstück, reden auch einmal gut zu, zwingen aber kein Kind zum Essen. Die Kinder decken den Frühstückstisch selbst. Sie werden angehalten, eine freundliche Tischatmosphäre zu schaffen (Tischdecke, Servietten, Kerze und Blumen), und angeregt, sich bei Tisch auch zu unterhalten.

Im Umgang mit Porzellangeschirr (auch beim Spülen) probieren die Kinder wichtige Handlungsabläufe mit Gegenständen des täglichen Lebens aus. Das Frühstück dient einigen Kindern als Gelegenheit, mit dem Freund oder der Freundin an einem Tisch zu sitzen. Dann werden Verabredungen getroffen, gemeinsam zu essen. Manchmal tauschen die Kinder mitgebrachtes Essen untereinander aus oder teilen mit einem Kind, das nichts mitgebracht hat. Die Kinder bringen keine Süßigkeiten oder Getränke mit zum Frühstück, sie erhalten hier Milch, Tee oder Mineralwasser.

Mittagessen

Unsere Tageskinder erhalten in unserer Einrichtung täglich ein warmes Mittagessen, bestehend aus einer Vorsuppe, einem Hauptgang und einer Nachspeise. In der Regel achten wir bei der Menüauswahl darauf, dass einmal in der Woche ein Vollwertgericht, ein Fischgericht, ein Fleischgericht, ein vegetarisches Gericht und ein Gericht, das Kinder besonders "gerne essen", gereicht wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Bedarf (Stoffwechselstörungen, Allergien usw.) Diätessen für die Kinder zu bestellen.

Die Kinder essen in kleinen Tischgruppen von 4 bis 6 Kindern. Wie schon beim Frühstück, wird der Tisch unter Mithilfe der Kinder gedeckt. Die Kinder essen von Porzellangeschirr, auch die Kleinen werden schon an Messer und Gabel gewöhnt. Vor dem Essen sprechen alle ein gemeinsames Tischgebet. Den Kindern soll bewusst werden, dass Dankbarkeit für Nahrung heute noch immer angebracht ist. Die Schulkinder füllen ihre Teller selbst. Dazu werden Schüsseln und Platten mit den Speisen gereicht.

Während des gemeinsamen Essens finden Tischgespräche statt. Die Kinder unterhalten sich untereinander oder mit der Erzieherin über Tageserlebnisse, Schulerlebnisse oder sonstiges. Selbstverständlich räumen die Kinder nach dem Essen ihre Tische ab, bringen das Geschirr in die Küche und gehen der Hauswirtschaftskraft zur Hand.

Umgang mit der Natur

Die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Kindes vollzieht sich auch in der aktiven und passiven Auseinandersetzung mit den Vorgängen in seiner Umwelt. Das emotionale Erlebnis im Umgang mit den natürlichen Elementen seiner Lebens- und Spielräume - Erde, Wasser, Blumen, Früchte, Bäume, Licht u.a.- sind für die gesunde Entwicklung des Kindes von grundlegender Bedeutung. Das Kind erfährt sich als Teil einer lebendigen Welt. Seine Erfahrung mit diesen Lebensräumen nimmt es auf als innere Bilder, die im späteren Leben Maßstab für die eigene Bewertung der Umwelt und die Art und Weise des Umgangs mit der Natur sind.
In unserem Haus wollen wir den Kindern helfen, ein Stück Verantwortung für die Welt, in der sie leben, zu übernehmen. Im KiTa-Garten erfahren sie erste Zusammenhänge zwischen Wachsen und Werden in der Natur. Weitere Projekte befassen sich mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft, und damit, was wir tun können, um sie zu erhalten und zu schützen.

Ein Beispiel ist die Auseinandersetzung mit dem Thema "Müll": Von Müllvermeidung über Mülltrennung bis zur Exkursion zur Müllverwertungsfirma arbeiten wir mit den Kindern daran.