Kirchlicher Auftrag

Kirchlicher Auftrag

Über den gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag hinaus erhebt die Tageseinrichtung für Kinder in katholischer Trägerschaft einen besonderen Anspruch. Entscheidender Bezugspunkt für ihre Arbeit ist der katholische Glaube, der dem Kind eine Begründung menschlicher Verhaltensweisen und eine Wertung und Deutung der Lebenswirklichkeit geben soll.

Die Fachberatung des Diözesan-Caritas-Verbandes, Paderborn und die Hauptabteilung Finanzen des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn schreiben 1998 zur kirchlichen Erziehungsverantwortung durch katholische Tageseinrichtungen für Kinder auf der Grundlage des pastoralen Auftrags der katholischen Kirche des Erzbistums Paderborn und des Subsidiaritätsprinzips:

Die Deutsche Bischofskonferenz hat in ihrer Stellungnahme zur Verantwortung der Kirche im Kindergartenbereich vom 9. September 1975 formuliert, dass sich kath. Kindergärten bemühen, "die pädagogischen und sozialen Anforderungen zu erfüllen, die an einen guten Kindergarten zu stellen sind." Es sollten in katholischen Kindergärten vorrangig jene Kinder berücksichtigt werden, die einer Förderung dringlich bedürfen. Das sind erfahrungsgemäß Kinder aus sozial schwachen Familien, Kinder ausländischer Arbeitnehmer und Kinder aus Familien, die ihrem Erziehungsauftrag nicht hinreichend nachkommen können. (Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland; Schwerpunkte kirchlicher Verantwortung im Bildungsbereich, 2.2) Unbeschadet der Beteiligung an der Bereitstellung und der damit verbundenen grundsätzlichen Offenheit "für Kinder aller Familien - auch nichtkatholischer - die dieser Konzeption zustimmen, (Synodenbeschluß Ziffer 2.2) gewinnen die Tageseinrichtungen für Kinder ihre Eigenprägung dadurch, ‚dass sie aus einem umfassenden, im Glauben gründenden Verständnis von Welt und Mensch heraus erziehen und aus dieser Sicht eine gesamtmenschliche Bildung anstreben".